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J+S Jugendbergsteigerlager 11 - 17. Juli 1999

Nach mehr oder weniger individueller Anreise wurden am Sonntag zwei Stärkegruppen gebildet.
Am Montag lehrten uns die beiden Bergführer Markus Wyrsch und Andi Ulrich verschiedenste
Knoten, z.B. gesteckter Prusik, Prahaska und viele mehr. Sie erklärten uns Vor- und Nachteile
von Bulin + Co. Am Nachmittag kletterten wir im Klettergarten und lernten viel über richtige
Technik beim Klettern. Am Dienstag gingen wir in die Nähe des Obersees, welcher nach diesem
Lawinenwinter noch mehr einem Gletscher glich. Zuerst machten wir Schneerutschtraining, das
heisst extra ausrutschen und sofort richtig bremsen wenn’s bergab geht. Anschliessend lernten
wir die "Österreicher Spaltenrettung". Am Mittwoch gingen wir in geteilten Gruppen auf das vorder-
Päüggenstöckli. Die eine Gruppe kletterte über die eine Ausbildungsroute mit Schwierigkeits-
grad II - III. Die andere machte en "Zuger Express" bis zum V Schwierigkeitsgrad. Danach wollten
wir an den schönen Platten noch eine bis zwei Routen einrichten, doch dieses Vorhaben fiel ins
Wasser, da es zu Gewittern begann.
Der Donnerstag war ausgefüllt mit der Wandertour "Panoramaweg" Kröntenhütte - Leutschachhütte
- Leidpass - Kröntenhütte. Wir setzten die Wegsicherungen wieder in Stand. Stahlseile welche mit
12 mm Bohrhaken befestigt waren, wurden im Winter durch die gewaltigen Schneemassen
beschädigt oder aus den Verankerungen gerissen.
Am Freitag gab es eine wunderbare Tour auf das Adlerspitzli und den Spannort
(3100m und 3198 m). Einen besonderen Reiz hatte diese Tour. Zuerst bildeten wir 3-er Seilschaften
über den 2.5 Km langen Gletscher. Anschliessend ging’s über die Nordflanke des Spannorts aufs
Adlerspitzli und zurück durch steile Couloirs auf den Spannort. Der Abstieg war nicht so schwierig.
Die Route führte über Fels der zu bezwingen war. Zurück ging es wieder über den Gletscher.
Nachher konnten wir fast den ganzen Weg zur Hütte hinunter rutschen. Der Samstag war
Abstiegstag. Auch wenn das Wetter nicht perfekt war, so war das Lager und das Essen einfach
wunderbar. Ein Lager oder ein Besuch auf der Hütte ist allen Bergsteigern ob Jung oder Alt zu
empfehlen, welche etwas übers Klettern, Gletscherbegehen sowie Pflanzen und Gestein in der
Umgebung lernen möchten.

David Hodel + Gilles Candel


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