Winter
* Diese Touren sind auch im Winter möglich
Übergänge
Zugangswege zur Hütte ab Erstfeld
:Über den Geissfad Geisspfad
Der Geissfad ist der kürzeste und steilste Weg um auf die Kröntenhütte zu gelangen.
Ab Bodenberge steigt es stetig an und lässt dem Wanderer kaum eine Verschnaufpause bis
kurz unter die Hutzitanne, wo ein Bänkli zum verweilen einlädt. Die zwei riesigen
Ameisenhaufen, bzw. die vielen fleissigen Waldarbeiterinnen tragen dazu bei, dass
die Rast nicht allzu ausgedehnt wird, oder dass man von Anfang an noch einige Kehren mehr
ansteigt und dann auf einer von der Sonne erwärmten Steinplatte gemütlich rasten kann.
Schon bald geht der Weg nicht mehr so steil weiter und führt über
Gletscherschliffplatten bis zu einer schönen Gletschermühle, welche über
Tausende von Jahren vom Wasser ausgeschliffen wurde. Langsam öffnet sich das Tal und mit
jedem Schritt sehen wir mehr. Beim Steinmandli biegt sich der Weg vom
Erstfelder-Tal ein wenig links weg. Jetzt hat man keine Sicht mehr ins Reusstal und fühlt
sich weit weg von der Zivilisation, in der Natur die die Kröntenhütte prägt. Ein
letztes Mal geht es über die "Servelat-Kehren" aufwärts und nach dem
achten Richtungswechsel sieht man die Kröntenhütte. Jetzt sind es nur noch 10 Minuten
bis das Ziel erreicht ist. Für diesen Weg benötigt man ca. 2 - 2 1/2 Stunden. Natürlich
kann man auch länger verweilen, denn unterwegs gibt es viel zu bestaunen. Z.B. den
Türkenbund wenn er blüht, oder zählen sie einmal die Frösche die von ihren Füssen
weghüpfen. Von den blauen Heidelbeeren, die einem am Wegrand entgegenl achen ganz zu
schweigen! Trainierte Wanderer, die möglichst schnell auf der Hütte sein möchten und
all die guten Gaben am Wegrand stehen lassen, schaffen diesen Weg auch in 1 1/2 Stunden
und der absolute Rekord ab Bodenberge ist 40 Minuten. Die Rekordzeit vom Bahnhof Erstfeld
bis zur Hütte ist 1 Std. und 5 Min. und wurde von einem Bergläufer aufgestellt.
Rekord in Sachen Gewicht haben wahrscheinlich die Herren aufgestellt, die bei einem Umbau
der Hütte 50 Kg. Zementsäcke hochgetragen haben und dies zweimal pro Tag.
Über den Winterweg Winterweg
Ebenfalls ein Weg zu uns auf die Hütte zu kommen ist der Winterweg, der ganz vorne in
den Bodenbergen nach links abzweigt. Im Winter steigt man hier über einen guten Weg
zuerst den Hang hinauf, der mit Erlenstauden überwachsen ist und dann kommt etwa nach
einer Viertelstunde in den Wald hinein. Im Winter steigt man mit den Skiern meistens noch
weiter den Hang hinauf und kommt erst auf Höhe der Ellbogenalp in den Wald. Der
Sommerwanderer geht dem Weg entlang und kommt auf einer Höhe von 1300m aus dem
Wald und gleich zur Ellbogenalp. Diese Alp wird heute noch bewirtschaftet und im Sommer
laben sich die Geissen und Schafe an den würzigen Kräutern.
Der Wanderer lässt die Ellbogenalp hinter sich, überquert den Bach über die Brücke und
steigt stetig bergan. Ein nächster Aussichtspunkt ist der Eienstein und der Eienhubel
wo die Schafweide mit ihrem saftigen grün auffällt. Weiter geht's bergan und schon bald
ist man beim grossen Stein, der nicht zu übersehen ist. Dieser Stein bietet dem Wanderer,
aber auch den Tieren Schutz, wenn gerade ein Gewitter durchs Tal zieht.
Nicht selten kann man im Winter mit den Skiern direkt auf den Stein laufen, um dort ein
Schluck Tee zu geniessen. Wenn die Lawinensituation nicht ganz sicher ist, kann der
Skitourengeher im Schutz des grossen Steins hochsteigen.
Schon jetzt kann man die erste Stange erkennen, die dem Skitourengeher im Winter den Weg
weist und im Sommer überdimensional hoch scheint.
Doch gerade der Winter 99 hat gezeigt, dass diese Stangen keineswegs zu hoch
sind.Jetzt kommt der Wanderer zu einer weiteren kleinen Alphütte, dem "Päuggengaden"
wo der Schafälpler sein Material verstaut hat.Jetzt kann man schon das "Päuggenegg"
mit dem Kreuz erkennen, mit 2...... m den höchsten Punkt des Aufstiegs. Über Felsblöcke
führt der Weg dem Hang entlang, vorbei am Wegweiser, der den Abzweig Richtung
Panoramaweg anzeigt. Zum Päuggenegg mit Kreuz hinauf. In knapp 20 Min. Abstieg
erreicht man die Kröntenütte. Vielleicht bietet sich dem Wanderer ein Schauspiel im
Klettergarten, wenn ein Kinderbergsteigerlager seine ersten Kletterversuche macht,
oder wenn ein geübter Kletterer an einer "giftigen" Route probiert.