Kröntenhütte 1903 M.ü.M
KTV.gif (2750 Byte)

Zugangswege zur Hütte ab Erstfeld:
-
- geissfad.gif (1122 Byte)
- winterweg.gif (1141 Byte)

Sommer
Krönten * 3107 m ü M. üblicher Aufstieg 3 - 4 Std
Krönten Ostgrat 5 - 6 Std
Gross-Spannort * 3198 m ü M. 4 - 5 Std
Adlerspitze (Eistour) 3021 m ü M. 5 Std
Klein Spannort * 3140 m ü M. 4 - 5 Std
Zwächten * 3078 m ü M. 4 Std
Schlossberg 3132 m ü M. 5 - 6 Std
Schneehüenerstock * 2944 m ü M. 3 - 4 Std
Mäntlisser 2876 m ü M. 3 - 4 Std
Oberseemannli 2227 m ü M. 1 - 1.5 Std
Jakobiger 2505 m ü M. 3.5 - 4.5 Std

Winter
* Diese Touren sind auch im Winter möglich

Übergänge
Leutschachhütte über den Ruchpass 2657 m ü M. (Steinchälen) 3 - 3.5 Std
Leutschachhütte über den Panoramaweg - Leidsepass 3.5 - 4 Std
Spannorthütte über die Schlossberglücke (Gletscher) - Engelberg
Seewenhütte über den Zwächten - Bächistock +

Zugangswege zur Hütte ab Erstfeld:
Über Chüeplangg
Der Weg über die Chüeplangg steigt etwas sanfter an als der über den Geisspfad und wird vor allem an heissen Sommertagen sehr geschätzt,denn ab Bodenberge zieht sich der Chüeplanggenweg immer mehr oder weniger dem Bach entlang in die Höhe. Der Wind kühlt so den Wanderer immer ein wenig ab. Zuerst steigt man links vom Bach durch den Wald hoch bis zum Sulzwald. Im Wald gibt es eine Stelle, wo der Wanderer direkt unter ihm den Bach mit seiner gewaltigen Kraft sehen und spüren kann. Man sieht da eine grosse Gletschermühle und einen eindrücklichen Canyon. Etwas weiter oben, kurz vor den zwei Häusern vom Sulzwald gibt es links vom Weg zwei Höhlen-/"Kaltkeller", wo früher Käse, Milch und andere Frischwaren gelagert wurden. Besonders eindrücklich ist es, wenn man an einem heissen Sommertag in einem dieser Kaltkeller steht und merkt wie die Kälte aus dem Berg kommt.
Nach der Sulzwaldalp führt der Weg schon bald über eine Brücke auf die andere Seite des Baches.Wer wilde Pfefferminze oder Brombeeren liebt, kommt nicht darum herum hier zu verweilen. Weiter oben wo der Weg zwischen Fels und Bach entlang führt, geniesst man die kühlende Luft, bevor eine weitere Brücke, über die auch der Älpler mit seinen Kühen und Schweinen muss, den Wanderer wieder auf die andere Talseite lenkt. Nach einem etwas steileren Anstieg erreicht man aber schon bald die Alp Chüeplangg. Hier hat die Älplern meistens einen Kaffee oder ein gekühltes Glas Milch parat. Käse der auf Chüeplangg produziert wird kann man gleich mitnehmen. Nach der Pause auf Chüeplangg steigt der Weg weiter an. Hier sind die Augen und Ohren ganz im Bann vom 120m hohen Wasserfall, der von der Hochebene des Fulensees herunter donnert. Etwas weiter oben löst die Ruhe das Getöse des Wasserfalls immer mehr ab und schon hat man eine schöne Aussicht auf den gewaltigen Gletscherabbruch vom Glattfirn.
Vorbei an der vielfältigen Blumenwiese und begleitet von den Pfiffen der Murmeltiere führt der Weg links die Felsstufen hinauf. Wer sieht von hier oben die Hütte zuerst?
Sobald man auf die Moorebene des Fulensees gelangt, wird man von einem Empfangskomitee von Fröschen und Libellen begrüsst.
Hier nimmt mancher verschwitzte Wanderer gerne ein Bad, denn der Fulensee wird im Hochsommer über 18° warm. Auch sonst lädt diese Moorebene zum verweilen ein, denn die Vielfältigkeit der Pflanzen ist für den ganzen Alpenraum einmalig. Dieser Naturgarten birgt manche seltene Pflanze, die allerdings nicht gleich auffällig sind wie die Feuerlilien weiter unter, oder der Türkenbund.
Wer ganz gut beobachten kann, findet fleischfressende Pflanzen wie Sonnentau und das Alpenfettblatt. Dieses Moorgebiet zieht sich hinauf bis zur Kröntenhütte. Es wachsen hier über 200 verschiedene Pflanzenarten.
Das letzte Stück bis zur Hütte lässt einem nochmals richtig erwärmen und manch ein Wanderer ist zum Ende seiner Tour froh über ein kühles Getränk. Für diese Route muss man mit 3 1/2 bis 4 Stunden rechnen.

Über den Geissfad Geisspfad
Der Geissfad ist der kürzeste und steilste Weg um auf die Kröntenhütte zu gelangen.
Ab Bodenberge steigt es stetig an und lässt dem Wanderer kaum eine Verschnaufpause bis kurz unter die Hutzitanne, wo ein Bänkli zum verweilen einlädt. Die zwei riesigen Ameisenhaufen, bzw. die vielen fleissigen Waldarbeiterinnen tragen dazu bei, dass die Rast nicht allzu ausgedehnt wird, oder dass man von Anfang an noch einige Kehren mehr ansteigt und dann auf einer von der Sonne erwärmten Steinplatte gemütlich rasten kann. Schon bald geht der Weg nicht mehr so steil weiter und führt über Gletscherschliffplatten bis zu einer schönen Gletschermühle, welche über Tausende von Jahren vom Wasser ausgeschliffen wurde. Langsam öffnet sich das Tal und mit jedem Schritt sehen wir mehr.  Beim Steinmandli biegt sich der Weg vom Erstfelder-Tal ein wenig links weg. Jetzt hat man keine Sicht mehr ins Reusstal und fühlt sich weit weg von der Zivilisation, in der Natur die die Kröntenhütte prägt. Ein letztes Mal geht es über die "Servelat-Kehren" aufwärts und nach dem achten Richtungswechsel sieht man die Kröntenhütte. Jetzt sind es nur noch 10 Minuten bis das Ziel erreicht ist. Für diesen Weg benötigt man ca. 2 - 2 1/2 Stunden. Natürlich kann man auch länger verweilen, denn unterwegs gibt es viel zu bestaunen. Z.B. den Türkenbund wenn er blüht, oder zählen sie einmal die Frösche die von ihren Füssen weghüpfen. Von den blauen Heidelbeeren, die einem am Wegrand entgegenl achen ganz zu schweigen! Trainierte Wanderer, die möglichst schnell auf der Hütte sein möchten und all die guten Gaben am Wegrand stehen lassen, schaffen diesen Weg auch in 1 1/2 Stunden und der absolute Rekord ab Bodenberge ist 40 Minuten. Die Rekordzeit vom Bahnhof Erstfeld bis zur Hütte ist 1 Std. und 5 Min. und wurde von einem Bergläufer aufgestellt. Rekord in Sachen Gewicht haben wahrscheinlich die Herren aufgestellt, die bei einem Umbau der Hütte 50 Kg. Zementsäcke hochgetragen haben und dies zweimal pro Tag.

Über den Winterweg Winterweg
Ebenfalls ein Weg zu uns auf die Hütte zu kommen ist der Winterweg, der ganz vorne in den Bodenbergen nach links abzweigt. Im Winter steigt man hier über einen guten Weg zuerst den Hang hinauf, der mit Erlenstauden überwachsen ist und dann kommt etwa nach einer Viertelstunde in den Wald hinein. Im Winter steigt man mit den Skiern meistens noch weiter den Hang hinauf und kommt erst auf Höhe der Ellbogenalp in den Wald. Der Sommerwanderer geht dem Weg entlang und kommt auf einer Höhe von 1300m aus dem Wald und gleich zur Ellbogenalp. Diese Alp wird heute noch bewirtschaftet und im Sommer laben sich die Geissen und Schafe an den würzigen Kräutern.
Der Wanderer lässt die Ellbogenalp hinter sich, überquert den Bach über die Brücke und steigt stetig bergan. Ein nächster Aussichtspunkt ist der Eienstein und der Eienhubel wo die Schafweide mit ihrem saftigen grün auffällt. Weiter geht's bergan und schon bald ist man beim grossen Stein, der nicht zu übersehen ist. Dieser Stein bietet dem Wanderer, aber auch den Tieren Schutz, wenn gerade ein Gewitter durchs Tal zieht.
Nicht selten kann man im Winter mit den Skiern direkt auf den Stein laufen, um dort ein Schluck Tee zu geniessen. Wenn die Lawinensituation nicht ganz sicher ist, kann der Skitourengeher im Schutz des grossen Steins hochsteigen.
Schon jetzt kann man die erste Stange erkennen, die dem Skitourengeher im Winter den Weg weist und im Sommer überdimensional hoch scheint.
Doch gerade der Winter 99 hat gezeigt, dass diese Stangen keineswegs zu hoch sind.Jetzt kommt der Wanderer zu einer weiteren kleinen Alphütte, dem "Päuggengaden" wo der Schafälpler sein Material verstaut hat.Jetzt kann man schon das "Päuggenegg" mit dem Kreuz erkennen, mit 2...... m den höchsten Punkt des Aufstiegs. Über Felsblöcke führt der Weg dem Hang entlang, vorbei am Wegweiser, der den Abzweig Richtung Panoramaweg anzeigt. Zum Päuggenegg mit Kreuz hinauf. In knapp 20 Min. Abstieg erreicht man die Kröntenütte. Vielleicht bietet sich dem Wanderer ein Schauspiel im Klettergarten, wenn ein Kinderbergsteigerlager seine ersten Kletterversuche macht, oder wenn ein geübter Kletterer an einer "giftigen" Route probiert.